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Oberfränkisches Revier


Weitere Gruben




Gruben im betrachteten Gebiet, die nur namentlich mit dem Bergamtsrevier genannt werden, aber ohne genaue Ortsangabe des Betriebsortes.

  • Angenehme Wasserquelle / (auch genannt: Angenehme Wasser Quelle)

    • 1761 baute laut Zehendner und Berg Meister Christian Ernst Tromler die Angenehme Wasser Quelle, mit Zubuße, auf Eisen.
    • vor 1782 in Betrieb.
  • Bettel Mädel

    • 1756 in Betrieb.
  • bescheerten Glück von Gott

    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Sogenanntes Eisenpecherz mit innliegenden braunen milden Eisenstein.
  • Den Sankt Balteus

    • 1529 im Stebener Raum in Betrieb.
  • Engelsfreude

    • 1756 in Betrieb
  • Fröhlichen Hoffnung

    • 1772 wird in einem "Vollständigen Catalogus einer Suiten Mineralien-Sammlung", der von dem deutschen Ratsherr und Juristen Christian Ludwig Stieglitz aus Leipzig ist, unter "Fränkischer Creys", folgende Mineralstufe aufgeführt: unter "Kupfer-Erze, 18. Fahlerz mit Kupferblau und grün nebst Kalkspath in leberfarbenen Kalkstein; von der fröhlichen Hoffnung, zu Nayla. Dieses hält einige Mark Silber", Gewicht der Stufe "8 Loth".
  • Getreuen Aufrichtigkeit

    • 1772 wird in einem "Vollständigen Catalogus einer Suiten Mineralien-Sammlung", der von dem deutschen Ratsherr und Juristen Christian Ludwig Stieglitz aus Leipzig ist, unter "Fränkischer Creys", folgende Mineralstufe aufgeführt: unter "Kupfer-Erze, 32. Graues sprödes Kupferglas mit etwas Kupferkieß, in einem Gemenge von Kalkspath, Quarz und grauen Steinmark; von der getreuen Aufrichtigkeit, Fundgrube zu Nayla", Gewicht der Stufe "3 3/4 Loth".
  • Glück guter Hoffnung Fundgrube

    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Ein rother hornigter Eisenstein.
  • Glück und Seegen Fundgrube

    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Schwarzbrauner milder Eisenstein, mit eingesprenten weissen, gelbbeschlagenen Quarz.
  • Glücks Stern / (auch genannt: Glücks Stern Fund Grube)

    • 1756 in Betrieb.
    • 1761 baute laut Zehendner und Berg Meister Christian Ernst Tromler die Glücks Stern, Fund Grube, mit Zubuße, auf Eisen.
  • Gott Lob Fundgrube

    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Brauner drußigter Eisenstein mit vielen Eisenocker und weissen Quarz.
  • Kaulichenstein

    • 1695 baute die Grube Kaulichenstein, "in der ein wenig vom Fichtelberg entlegenen Neylauischen Revier", laut vorliegender "Gruben-Zettel" im "Quartal Crucis" (Pfingsten bis Kreuzerhöhung (14. September)) mit Zubuße und war demnach zu dieser Zeit in Betrieb.
  • Krötenpühl

    • 1695 baute die Grube Krötenpühl, "in der ein wenig vom Fichtelberg entlegenen Neylauischen Revier", laut vorliegender "Gruben-Zettel" im "Quartal Crucis" (Pfingsten bis Kreuzerhöhung (14. September)) mit Zubuße und war demnach zu dieser Zeit in Betrieb.

      • Hinweis dazu: Die Grube lag vermutlich in Bad Steben-Carlsgrün bzw. Bad Steben-Krötenmühle.
  • Langezech

    • 1695 baute die Grube Langezech, "in der ein wenig vom Fichtelberg entlegenen Neylauischen Revier", laut vorliegender "Gruben-Zettel" im "Quartal Crucis" (Pfingsten bis Kreuzerhöhung (14. September)) mit Zubuße und war demnach zu dieser Zeit in Betrieb.
  • Neuen Freundschaft

    • 1772 wird in einem "Vollständigen Catalogus einer Suiten Mineralien-Sammlung", der von dem deutschen Ratsherr und Juristen Christian Ludwig Stieglitz aus Leipzig ist, unter "Fränkischer Creys", folgende Mineralstufe aufgeführt: unter "Eisen-Erze, 41. Weißer und röthlicht brauner Spateisenstein, so sehr compact, mit etwas Ocher; von der neuen Freundschaft; N. B. A. R."
  • Rotenberg

    • 1695 baute die Grube Rotenberg, "in der ein wenig vom Fichtelberg entlegenen Neylauischen Revier", laut vorliegender "Gruben-Zettel" im "Quartal Crucis" (Pfingsten bis Kreuzerhöhung (14. September)) mit Zubuße und war demnach zu dieser Zeit in Betrieb.

      • Hinweis dazu: Die Grube lag vermutlich in Selbitz-Schertlas.
  • Saturnus

    • 1695 baute die Grube Saturnus, "in der ein wenig vom Fichtelberg entlegenen Neylauischen Revier", laut vorliegender "Gruben-Zettel" im "Quartal Crucis" (Pfingsten bis Kreuzerhöhung (14. September)) mit Zubuße und war demnach zu dieser Zeit in Betrieb.
  • zwiefachen Glückfundgrube

    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Drußiger rother Eisenstein, mit innliegenden rothen Bolus.

Übersichtskarte Brandenburg-Bayreuth um 1775


Übersichtskarte Brandenburg-Bayreuth um 1775
Übersichtskarte Brandenburg-Bayreuth um 1775

Übersichtskarte Brandenburg-Bayreuth mit den Verwaltungsgebieten im Oberland, hier speziell mit dem Bereich des Frankenwaldes, um 1775. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

woelsendorfer

Gruben im Grenzbereich genannter Orte


Landkreis Hof


Köditz

  • In keinem Bereich, in dem von mir betrachteten Gebiet, sind so viele Fragezeichen offen wie in dem Gebiet um Joditz und Isaar. Diesbezüglich ein Bericht von Bergrat H. Haf, Bad Steben, wie folgt:
  • "Die Gruppe beginnt westlich Hirschberg, wo ein Gang auf dem linken Saaleufer im sogenannten Hirschberger Gneis auftritt, und setzt sich über den Büchig (Berg-Gottsmannsgrün/Büchig), Joditz und Isaar in südöstlicher Richtung bis nördlich Köditz fort. Ueber die im nördlichen Teile dieser Gruppe gelegenen Gänge sind Ueberlieferungen nicht vorhanden; sie sind kaum dem Namen nach bekannt. Die bedeutenderen waren die südlicher gelegenen Gänge zwischen Siebenhitz und dem Saaletal, die unter den Namen "Siebenhitz, Goldene Sonne und Morgenstern" Gegenstand eines lebhaften Bergbaues gewesen sind und eine Längenausdehnung von 3 km besitzen. Das Streichen der Gänge ist, wie erwähnt, fast ausnahmslos herzynisch, nur vereinzelte kurze Gangtrümmer, so der bei Blankenstein erwähnte Gang, verlaufen in O-.W.-Richtung."
  • "In nordöstlicher Richtung schließt sich dann das von Gümbel beschriebene Vorkommen im Leuchtholz bei Isaar an, das aus einem magnetitreichen Quarzit besteht, und weiter ein Vorkommen nördlich Töpen, das teils quarzitisch, teils schieferig, stellenweise oolithisch ausgebildet ist. In dem Silurband, das sich von Köditz entlang dem Nord Westrand der Münchberger Gneislinse erstreckt, sind Thuringithorizonte bis jetzt nicht bekannt geworden. Die im vorausgehenden genannten Thuringitvorkommen gehören mit Ausnahme der Vorkommen im Leuchtholz und bei Töpen, welche zwischen kambrischem Quarzit und Untersilur-Schiefer liegen, dem Hauptthuringithorizont an, der den unteren Schiefer zum Liegenden und den Hauptquarzit zum Hangenden hat. Die Vorkommen treten schichtartig zwischen den genannten Sedimenten auf und bestehen in der Hauptsache aus echten Thuringiten von kleinschuppiger Beschaffenheit und dunkelgrüner Farbe. Nur stellenweise sind sie oolithisch ausgebildet. Die Ausdehnung der einzelnen Vorkommen ist heute noch nicht bekannt. Die Art ihres Auftretens läßt jedoch annehmen, daß größere zusammenhängende Erzpartien vorhanden sind, wenn auch ihr lückenloses Fortstreichen mit den Schichten nicht zu erwarten ist, da es sich um gelegentliche Bildungen in den unteren Silurschichten handeln dürfte. Die Beschaffenheit der bisher bekannt gewordenen Thuringiterze ist verschieden. Einzelproben aus den Vorkommen bei der Dorschenmühle, bei Bruck, im Leuchtholz und bei Töpen ergaben Gehalte von 34 bis 46 % Eisen, bei 15 bis 29 % Rückstand und 0,7 bis 1,0 % Phosphor, wobei die reichsten Proben aus den Fundstücken der zutage ausstreichenden Lagerstätte bei Bruck stammen. Mehrere Durchschnittsproben aus den Aufschlüssen bei Bruck ergaben im Mittel rund 32 % Eisen, 28 % Rückstand und 1 % Phosphor. Von dem Rückstandsgehalt ist ein großer Teil als Tonerde, von dem Eisengehalt ein Teil als Oxydulsilikat, ein anderer als Oxyd vorhanden. Eine wesentliche Anreicherung des Erzes durch Röstung wird sich daher nicht erzielen lassen."

    • Hinweis auf das von Gümbel beschriebene Vorkommen im Leuchtholz bei Isaar: "Gümbel gelang es sodann, im untersilurischen Eisenerz am Leuchtholz bei der Lamitzmühle nordwestlich von Hof eine Orthis aus der nächsten Verwandtschaft mit Orthis Lindstroemi Linnarsson in großer Anzahl nachzuweisen."
    • Hinweis zu Grubennennungen unter Köditz und Töpen: In beiden Gemeinden sind relativ viele Gruben zu finden, die in den anderen von mir betrachten Orten bereits namentlich genannt worden sind. Mit der nötigen Sorgfalt lassen sich die Gruben dann aber der richtigen Örtlichkeit zuordnen.
  • Köditz-Joditz:
  • bis 1747 wird der Ort Joditz auch Goditz genannt/geschrieben. Gruben die bis zu diesem Zeitraum in der historischen Literatur zu finden sind, werden oft unter dem Ort Goditz aufgeführt.
  • unbekannte Grube

    • 1544 Nennung einer neuen Kupferfundgrube bei Joditz.
  • St. Johannis-Fundgrube

    • bei der o.g. unbekannten Grube könnte es sich um die St. Johannis-Fundgrube handeln.
    • 1562 wird als Betriebsort "im Schulter hinter Joditz" angegeben.
    • 1562, 1565 und 1574 Rechnungen von der St. Johannis-Fundgrube vorhanden.
  • Wilde Mann

    • 1735 wird die Grube "nicht gebauet und liegt in Herrschaffts-Freien". Als Betriebsort wird unter "Bergamts-Revier Naila Goditz genannt.

      • Hinweis: In Naila gab es eine weitere Grube Wilde Mann.
  • Gabe Gottes

    • 1735 wird die Grube "nicht gebauet und liegt in Herrschaffts-Freien". Als Betriebsort wird unter "Bergamts-Revier Naila Goditz genannt.

      • Hinweis: In Issigau-Kemlas gab es eine weitere Grube Gabe Gottes.
  • Abendstern (Fe)

    • 1882 Überschreibung der Eisensteingrube Abendstern bei Joditz, BA Hof, aus dem Nachlass des verstorbenen Hammerwerkbesitzers Philipp Dittmar zu Oberklingensporn an Friedrich Wilhelm Copalle zu Dortmund und Heinrich Knab, Gutsbesitzer zu Steinfels, BA Neustadt a. d. Waldnaab.

      • Hinweis: 1789 wird eine Abendsternfundgrube "bey Selbitz-Weydesgrün" genannt.
  • Eisengrube (Fe)

    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Brauner nierenförmiger Glaskopf mit aufliegenden Chalcedon und anstehenden braunen Eisenstein. Als Betriebsort wird "bey Jodiz" genannt.
    • 1815 wird aus dem Nachlass vom ersten Director der vormaligen Kriegs- und Domänen-Kammer zu Bayreuth, Herrn Otto Heinrich Tornesi, aus der Gesamtveräußerung seiner Sammlung, folgende Stufe "von der Eisengrube b. Joditz im Bayreuthischen." angeboten: "unter Anhang. 6) Eisengeschlecht: Schwefelkies:", Seite 107, Nr. 881, Brauneisenstein mit botritisch.faserig. Schwarzeisenstein überwachsen und mit feinem Quarzsand überstreut.
  • Emma (Fe)

    • 1873 in den Markungen Joditz und Bruck vermutlich in Betrieb. Besitzer Heinrich Bockholt, Grubenverwalter, Dortmund.
  • Köditz-Siebenhitz:
  • Morgenstern (Fe)

    • 1695 baute die Grube "Morgenstern" laut vorliegender "Gruben-Zettel" im "Quartal Crucis" (Pfingsten bis Kreuzerhöhung (14. September)) mit Zubuße und war demnach zu dieser Zeit in Betrieb.
    • 1852/53 lag die Grube in Fristen und wurde durch einige Hilfsarbeiter aufrecht erhalten. Von dem älteren Eisensteinvorrath wurden 50 Seidel verkauft, sadass noch 51 Seidel auf Halde liegen.
    • 1871 neue Mutung durch die Erzgebirgische Eisen- und Stahlwerksgesellschaft, Komotau.

      • Hinweis: In Schwarzenbach am Wald-Bernstein am Wald-Hühnergrund gab es eine weitere Grube Morgenstern.
  • Siebenhitz Fundgrube (Fe) / (auch genannt: Siebenhitz)

    • 1735 wird die "Grube Siebenhitz von Eigenlöhnern auf Eisen gebaut".
    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Eine schwarze knospigte Glaskopfschaale, mit anstehenden braunen Eisenstein.
    • 1804 in Betrieb. Gefördert wird Brauneisenstein. Die Belegschaft besteht aus einem Angestellten und 3 Arbeiter. Im gleichen Jahr wird berichtet, dass die Grube nur zum Theil und dann und wann im Betriebe ist, angeblich weil der Absatz des inländischen Eisensteins im Amte Steben durch die Einfuhr ausländischen Eisensteins, wovon im Amte Steben über 4000 Seideln verhüttet werden. beschränkt ist.
    • 1833 bis 1846, 1849 in Betrieb.
    • 1852/53 war die Grube mit 13 Mann belegt, welche 1349 Seidel Brauneisenstein förderten, der auf einem mehrere Lachter mächtigen Gange vorzüglich guten Brauneisenstein, welcher in Trümmern von 2 bis 8 Fuß Mächtigkeit im quarzführenden Gange einbricht.
    • 1852 Nennung der Grube Siebenhitz mit dem "Stollen Goldene Sonne" und dem "Grubenfeld "Morgenstern".
    • 1854 Nachträge zu Dr. Besnard’s Verzeichnis bayerischer Mineralien von Regierungs-Direktor v. Hornberg:

      • 13) Phosphorocalcit - Krystallisiert und nierenförmige Aggregate auf Brauneisenerz.
    • 1855 in Betrieb.
    • 1856 werden folgende Mineralien genannt:

      • 1: Bismutit – dessen erste Bekanntschaft wir Herrn Professor Breithaupt verdanken traten in nadelförmige Pseudomorphosen von ganz besonderer Schönheit, in Brauneisenerz auf.
      • 2. Malachit – die so seltenen Krystalle des Malachit zwischen Brauneisenerz kamen auf der Siebenhitz vor.
    • 1857 werden auf Befehl der Bergwerksdirektion München, wegen des schlechten Absatzes und der schlechten Betriebsergebnisse, sämtliche noch gangbare landesherrliche Gruben des Bergamtes Steben zum Verkauf angeboten, nachdem eine Vergewerkschaftung nicht gelingen wollte. Aufgrund der Verkaufsabsichten durch die Regierung wurde eine neue Gewerkschaft, durch Initiative von Bergleute und Steiger, die noch auf den umliegenden Bergwerken tätig waren, gegründet und die Grube Siebenhitz, mit den Stollen Goldener Sonne und Tiefer Saal-Stollen, aufgekauft.
    • 1858 wurde die Gesamtanlage, aufgrund verschiedener Umstände, siehe dazu oben unter dem Punkt "Beginn der 5. Periode", in Fristen geführt.
    • 1867 wird die Eisensteingrube Siebenhitz bei Joditz, im Bezirksamt Hof, im Regierungsbezirk Oberfranken, Bergrevier Steben, I Revier-Abteilung Steben, genannt, die gegenwärtig auflässig, in Fristen (Grube die zeitweise außer Betrieb war) gehalten oder auf geringe Erzgewinnung beschränkt ist, weil fast jeder Absatz des Erzes fehlt.
    • vor 1882 in Eigentum von Hammerwerkbesitzer Philipp Dittmar, Oberklingensporn.
    • ab 1882 Siebenhitz mit Goldener Sonne und Tiefer Saal-Stollen in Eigentum von Friedrich Wilhelm Copalle, Dortmund und Gutsbesitzer Heinrich Knab, Steinfels.
    • 1949 Mutung auf Schwefelerz durch Dr. Emil Troetsch bei Schwarzenreuth.

      • Hinweis: 1977 wird der Gang (werden auch Siebenhitzer Gänge genannt), auf den die Grube Morgenstern und Siebenhitz bauten, als ein 114 Grad, mit 70-80 Grad nach NE fallender und bis 6 m mächtiger Gang beschrieben.
      • 1977 werden folgende Mineralien für die Siebenhitzer Gänge erwähnt: viel Quarz, Chalcedon und Eisenkiesel; daneben Amethyst, Limonit (Brauner Glaskopf, Stalaktiten und Pseudomorphosen nach Siderit), Lepidokrokit, Hämatit, Baryt, Nakrit, Kupferkies, Malachit (xx!), Pseudomalachit, Kupferziegelerz, Kupferpecherz, Cuprit, gediegen Kupfer, Bismutit (auch Pseudomorphosen nach Emplekit?), Wismutocker, Skutterudit und Erythrin.
      • In der Auflistung fehlt bei diesem Gang der Flußspat, der in der Literatur wie folgt beschrieben wird: siehe dazu unter Köditz-Stöckaten.
      • Weiterhin wird wie folgt berichtet: "Nadelförmige Pseudomorphosen von Bismuthit (basischem Wismuthkarbonat) nach Nadelerz finden sich im Brauneisen der Grube Siebenhitz."
Lepidokrokit
Lepidokrokit

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Köditz/Siebenhitz. Lepidokrokit, Stufenbreite circa 9,5 cm.

Kh. Gerl
Lepidokrokit
Lepidokrokit

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Köditz/Siebenhitz. Lepidokrokit, Stufenbreite circa 9,5 cm. Etikett dazu.

Kh. Gerl
  • Joditzer Gangzug

    • Ein Gang bei Saalenstein, führte Pseudomorphosen von Quarz nach Baryt und "Ringelerz" (konzentrierte Wechsellagerung von Quarz und Limonit).
  • Sonne (Fe)

    • 1695 baute die Grube "Sonne" laut vorliegender "Gruben-Zettel" im "Quartal Crucis" (Pfingsten bis Kreuzerhöhung (14. September)) mit Zubuße und war demnach zu dieser Zeit in Betrieb.

      • Hinweis zu der Grube Sonne: Nachdem die Grube Sonne ins Freie gefallen war wurde der Nachfolgebetrieb vermutlich auf die Grube Goldene Sonne gemutet und verliehen.
  • Goldene Sonne (Fe)

    • 1735 wird die Grube "Goldene Sonne von Balthasar Söll, durch Eigenlöhnern, auf Eisen gebaut. Als Betriebsort wird "Bug" genannt.
    • 1852/53 wird "Der Betrieb der Eisensteingrube Goldene Sonne bei Joditz" im Gesprächsprotokoll für den bayerischen Haushaltsplan aufgeführt, wobei sich der Betrieb auf den Vortrieb des Stollens, während zweyer Quartale, konzentrierte und einen Kostenaufwand von 302 Gulden 19 Kreuzer verursachte. Gefördert wurde dabei nichts und der Vortrieb wurde am Ende des Jahres eingestellt und wird in Fristen gehalten.
    • 1867 wird die Eisensteingrube Goldene Sonne bei Joditz, im Bezirksamt Hof, im Regierungsbezirk Oberfranken, Bergrevier Steben, I Revier-Abteilung Steben, genannt, die gegenwärtig auflässig, in Fristen (Grube die zeitweise außer Betrieb war) gehalten oder auf geringe Erzgewinnung beschränkt ist, weil fast jeder Absatz des Erzes fehlt.
  • Schürfbetrieb Joditz

    • 1832 Nennung.
  • Köditz-Siebenhitz / Beckenstein:
  • Engelsüß (Fe)

    • 1718 wie folgt erwähnt und in Betrieb: Nachfolgende Bergwerks-Zechen wurden "/ von Privatis und dergleichen Gewerkschaftern gebauet worden/ worüber zu merken/ daß diejenigen Zechen/ welche mit + signiret/ noch Ertrag erfordern/ wo $ (Zeichen hier durch mich geändert) zu finden/ sich selbst verlegen/ und wo # stehet/ Überschuß geben" – "In der Naylauer Berg-Amtes Refier": + Engelsüß/ in Beckenstein/ bey Joditz.
    • 1730 wird wie folgt von der Grube "Engelsüß" unter "befindlichen Eisenstein-Sorten" berichtet: Pos. 14: "Brauner mit einer Schwarte schwarzen Glaßkopff schön drusig überflossener Eisenstein/ vom Engelsüß im Beckenstein bey Jöditz."
    • 1735 wird die Grube "nicht gebauet und liegt in Herrschaffts-Freien". Als Betriebsort wird unter "Bergamts-Revier Naila im Beckenstein" genannt.
    • 1953 findet man zu dem Betriebsort nähere Angaben: "In der Waldabteilung Beckenstein bei dem Weiler Siebenhitz findet man noch heute die Stollen aufgelassener Erzgruben. Eine von ihnen führt den Namen Engelsüß. In diesem Schachte arbeitete auch ein Bergmann aus Joditz."

      • Hinweis zu der Grube Engelsüß: Nachdem die Grube Engelsüß ins Freie gefallen war wurde der Nachfolgebetrieb vermutlich auf die Grube Siebenhitz Fundgrube gemutet und verliehen.
      • Hinweis dazu: Die Grube Engelsüß wird drei Mal genannt und zwar: 1) Engelsüss / (auch genannt: Engel Süß, Engelsüß Fundgrube) - Bad Steben-Mordlau, 2) Engelsüß - Berg-Rudolphstein und 3) Engelsüß - Köditz-Siebenhitz / Beckenstein.
  • Köditz-Stöckaten:
  • Stöckaten (Flußspat)

    • In dem Untersuchstollen, der durch die Firma "Flußspatwerke GmbH", Frankfurt am Main angelegt wurde, wurden bis 1,70 Meter mächtige Trümer von sehr reinem, zum Teil wasserklarem Flußspat erschürft, dazu wird wie folgt berichtet:
    • Auf dem Siebenhitzer Gang wurde in geringen Mengen Flußspat erschürft. Vermutet wird, dass auf diesem Gang Flußspat in größerer Teufe vorhanden ist, wobei die bauwürdigen Flußspatgänge nur auf Gänge liegen, die eine Flußspatführung bereits an der Oberfläche, wie die unter "Das Oberfränkische Flußspatrevier" (siehe weiter unten) aufgeführten, erkennen ließen.
  • Köditz-Scharten:
  • Schürfbetrieb Scharten

    • 1832 Nennung
  • Köditz-Brunn:
  • Morgenröthe X (Fe) / (auch genannt: Morgen-Röthe)

    • 1718 wie folgt erwähnt und in Betrieb: Nachfolgende Bergwerks-Zechen wurden "/ von Privatis und dergleichen Gewerkschaftern gebauet worden/ worüber zu merken/ daß diejenigen Zechen/ welche mit + signiret/ noch Ertrag erfordern/ wo $ (Zeichen hier durch mich geändert) zu finden/ sich selbst verlegen/ und wo # stehet/ Überschuß geben" – "In der Naylauer Berg-Amtes Refier": # Morgen-Röthe über Brunn.
    • 1730 wird wie folgt von der Grube "Morgenröhte" unter "befindlichen Eisenstein-Sorten" berichtet: Pos. 15: "Ganz pur und ungemein schön voller Zäckgen geflossener Brauner Glaßkopff auf der Morgenröhte über Brunn."
    • 1756 "bey Brunn" in Betrieb.
    • 1772 werden in einem "Vollständigen Catalogus einer Suiten Mineralien-Sammlung", der von dem deutschen Ratsherr und Juristen Christian Ludwig Stieglitz aus Leipzig ist, unter "Fränkischer Creys", folgende Mineralstufen aufgeführt: unter "Eisen-Erze, 28. Dichter fester hornigter schwarzer Eisenstein; von der Morgenröthe Fundgrube bey dem Dorfe Brun. N. B. A. R.; 29. Dergleichen rothspieglichter Eisenstein, mit rothen thonschiefrigten Saalbande und 30. Braunwimmrichter Eisenstein, so gänzlich mit Budridites oder kleinen glasköpfichten schwarzen Eisenstein umgeben ist."
    • vor 1782 in Betrieb.
    • 1804 in Betrieb. Gefördert wird Brauneisenstein mit Glaskopf. Die Belegschaft besteht aus einem Angestellten und 5 Arbeiter.
    • 1804/05 ist die Morgenröthe eine gewerkschaftliche Eisensteingrube und mit 2 Mann belegt, förderte mit 140 Gulden 30 Kreuzer Aufwand 289 Seidel Eisenstein zu 30 Kreuzer; setzte ihn im Lande ab und gab 4 Gulden Ausbeute. An die Bergamts-Kassen (Staatskasse-an den Staat) aber führte sie 16 2/3 Gulden ab.
    • 1819 einlegen einer neuen Mutung durch den Bergmann Johann Heinrich Meixner zu Naila auf die Eisensteinzeche "Morgenröte" bei Brunn.
    • 1832-1834 Nachlass des Zwanzigsten bei den Eisensteingrube "Morgenröte" bei Brunn.
    • 1867 wird die Eisensteingrube Morgenröthe bei Brunn, im Bezirksamt Hof, im Regierungsbezirk Oberfranken, Bergrevier Steben, I Revier-Abteilung Steben, genannt, die gegenwärtig auflässig, in Fristen (Grube die zeitweise außer Betrieb war) gehalten oder auf geringe Erzgewinnung beschränkt ist, weil fast jeder Absatz des Erzes fehlt.
Schwarzer Glaskopf mit Anlauffarben
Schwarzer Glaskopf mit Anlauffarben

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Köditz/Brunn/Grube Morgenröthe. Schwarzer Glaskopf mit Anlauffarben, Stufenbreite circa 6 cm.

Kh.Gerl
Schwarzer Glaskopf mit Anlauffarben
Schwarzer Glaskopf mit Anlauffarben

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Köditz/Brunn/Grube Morgenröthe. Schwarzer Glaskopf mit Anlauffarben, Stufenbreite circa 6 cm. Etikett dazu.

Kh.Gerl
Glaskopf
Glaskopf

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Köditz/Brunn/Grube Morgenröthe. Glaskopf, Stufenbreite circa 7 cm.

Kh.Gerl

Brauneisen mit Übergang zu Glaskopf
Brauneisen mit Übergang zu Glaskopf

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Köditz/Brunn/Grube Morgenröthe. Brauneisen mit Übergang zu Glaskopf, Stufenbreite circa 4 cm.

Kh.Gerl
Brauneisen mit Übergang zu Glaskopf
Brauneisen mit Übergang zu Glaskopf

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Köditz/Brunn/Grube Morgenröthe. Brauneisen mit Übergang zu Glaskopf, Stufenbreite circa 4 cm. Etikett dazu.

Kh.Gerl

  • Köditz-Lamitz:
  • Neue Glück (Fe) / (auch genannt: Neues Glück, neue Glück, Neuen Glück)

    • 1718 wie folgt erwähnt und in Betrieb: Nachfolgende Bergwerks-Zechen wurden "/ von Privatis und dergleichen Gewerkschaftern gebauet worden/ worüber zu merken/ daß diejenigen Zechen/ welche mit + signiret/ noch Ertrag erfordern/ wo $ (Zeichen hier durch mich geändert) zu finden/ sich selbst verlegen/ und wo # stehet/ Überschuß geben" – "In der Naylauer Berg-Amtes Refier": + Neues Glück/ bey Lamitz.
    • 1727, am 13. Martii (März), berichtet der Bergmeister Johann Abraham Löwel wie folgt: "Das Neue Glück/ nahe am Dorff Lammitz unter Berg/ bricht ein brauner Eisenstein" Die Grube Neue Glück ist zu diesem Zeitpunkt in Betrieb.
    • 1730 wird wie folgt von der Grube "Neuen Glück" unter "befindlichen Eisenstein-Sorten" berichtet: Pos. 11: "Brauner und oben in einer Höle schön glasurter Eisenstein aufn Neuen Glück/ nahe am Dorff Lammitz"
    • 1735 wird die Grube "nicht gebauet und liegt in Herrschaffts-Freien". Als Betriebsort wird unter "Bergamts-Revier Naila bei Lamitz" genannt.
    • 1782 "bey Lamitz" in Betrieb.

      • Hinweis dazu: Die Grube Neue Glück wird 1782 zwei Mal genannt, 1x "bey Weidesgrün" (Selbitz) und 1x paralell "bey Lamitz" (Köditz).
  • Klappera (Sn) / (auch genannt: Klapperer)

    • 1727, am 13. Martii (März), berichtet der Bergmeister Johann Abraham Löwel wie folgt: "nahe am Dorff Lammitz unter Berg/ Gleich dabey ein kleiner Wald/ der Klapperer genannt/ haben Zien-Steine gebrochen".

      • Hinweis dazu: Der "Klappera" liegt südwestlich dem Dorf Lamitz, (damals Lammitz geschrieben) und gibt einen Hinweis darauf, dass nicht nur bei Berg-Gottsmannsgrün/Büchig Zinnsteine gebrochen worden sind, sondern südöstlich davon im Wald bei Lamitz ebenfalls.

Gruben bei Joditz und Isaar
Gruben bei Joditz und Isaar

Karte zu Gruben bei Joditz und Isaar und südlich davon. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

woelsendorfer
  • Hinweis zur Karte: In der Karte sind nicht alle Gruben von mir aufgeführt worden die unter Köditz und Töpen in dem Bereich gebaut hatten.

Töpen

  • Töpen-Isaar:
  • Garbühlzeche (Fe)

    • 1856 wird als Betriebsort der "sog. Garbühl zu Isaar" genannt
  • Töpen-Isaar-Leuchtholz:
  • Neuenglück mit Erbstollen / (auch genannt: Neues Glück Fundgrube)

    • zwischen 1613 und 1623 wird eine "Fundgrube Neues Glück zu Isaar" genannt.
    • 1623 Nennung der Grube "Neuenglück" und der "Erb Stollen" am Fahrweg nach Isaar.

      • Hinweis zu Leuchtholz:

        • 1582 erstmalige Erwähnung einer "Kunst", in einem Vetrag zwischen Hans Oberffinder und Asmus von Zedtwitz, im Leuchtholz betreffend.
        • um 1629-30 gab es vermutlich eine Wasserkunst bei Töpen-Isaar-Leuchtholz, die in Verbindung mit dem Bergwerks- und Hüttenbesitzer Valentin Pfretzschner und den Reitzenstein'schen Gewerken genannt wird.
  • König David (Fe-Roteisenerz)

    • 1756, 1795/96 in der "Berger Gegend" im Betrieb.

      • Hinweis dazu: Eine weitere Grube mit dem Namen König David gab es in Issigau-Eichenstein, siehe dort.
  • Weise Lamm

    • 1735 wird die Grube "nicht gebauet und liegt in Herrschaffts-Freien". Als Betriebsort wird unter "Bergamts-Revier Naila im Bürkholtz bey Isar" genannt.
  • Zufällig Glück (Fe-Alaun) / (auch genannt: Zufälliges Glück)

    • 1792 Mutung.
    • 1829 in Betrieb.
    • 1924 waren oberhalb der Lamitzmühle auf den Gang Pingen aufzufinden.
    • 1977 wird der Gang als ein hydrothermaler Quarzgang, der ein 110 Grad streichen aufweist und im Schiefer liegt beschrieben.
    • Im gleichen Jahr werden folgende Mineralien aufgelistet: Quarz-xx, brauner Glaskopf, stalaktitischer Limonit, schöne, bis 2 cm große Limonit-Pseudomorphosen nach Siderit in Drusen des anstehenden Quarzganges. Etwas Fahlerz wird in einer anderen Literaturquelle noch erwähnt. Der Gang hatte eine Mächtigkeit zwischen 75 und 100 Zentimeter.

      • Hinweis dazu: Eine weitere Grube mit dem Namen Zufällige Glück (auch genannt: zufälligen Glück Fundgrube) gab es in Bad Steben-Carlsgrün, siehe dort.
  • Frisch gewagt

    • 1862 im Besitz des gewerkschaftlichen Schichtmeisters Karl Munzert.
  • Margaretha

    • 1873 ist die Schwarzenberger Hütte / Sachsen Besitzer.
  • alte Eisenzeche Leuchtholz (Fe)

    • 1924 wird der Gang als ein fast nordsüdlich verlaufender Gang genannt, der von "der Höhe des Leuchtholzes nach dem Tannbach" (Grenzbach im Norden) als "langer Pingenzug herab zieht. Er fällt mit 84 Grad gegen Osten ein, ist am Ausgehenden stark verquarzt und führt Nester von braunen Glaskopf."
  • Leuchtholzzeche (Fe)

    • 1856 Verkauf einer Halde im Leuchtholz an die oberfränkische "Berg- und Hüttengewerkschaft", Hof.
    • 1857 Belehnung der oberfränkischen "Berg- und Hüttengewerkschaft", Hof mit der Eisensteingrube Leuchtholzzeche bei Töpen.

Landkreis Kronach


Allgemeiner Hinweis

  • Die Uebereinstimmung eines großen Theiles der ehemalig fürstbischöflich Bambergischen Lande mit den Bayreuther Landen in geognostischer Hinsicht, was zunächst den Frankenwaldtheil betrifft, machte es den Bischöfen von Bamberg zur Pflicht, hinter den bergmännischen Bestrebungen ihrer markgräflichen Herren Nachbarn nicht zurückzubleiben. Wenn nun bestimmt zugegeben werden muß, daß die Fürsten und Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth zur Hebung bergmännischen Wesens ungleich mehr gethan haben, als ihrer geistlichen Herrn Nachbarn links, so hat dieß seinen guten Grund. Zuvörderst sind die Gegenden des Fichtelgebirgs und der sechs Aemter heute noch wenig produzibel, und daher im großen Durchschnitte viel ärmer als die holzreichen Gegenden des Frankenwaldes und das glückliche Mainthal. Es war daher ein großer Theil der dortigen Bewohner eben so auf den Bergbau angewiesen, wie die Erzgebirger und harzer Bergbewohner, und wenn die Fürsten solcher Gebirgsländer den Bergbau unterstützten, selbst mit großen Opfern, so war dieß nur der Ausfluß richtiger nationalökonomischer Erkenntnisse. Da nun das alte Hochstift Bamberg auch einen solchen Bergantheil im Norden seiner Ausdehnung hatte, und noch dazu Holz zu Zimmerung und für Hochöfen im Ueberfluß, so konnte es nicht fehlen, daß die Bamberger Fürstbischöfe ihren bergbewohnenden Unterthanen ebenfalls alle mögliche Sorgfalt dadurch angedeihen ließen, daß sie des Bergbaues redlich acht hatten.
  • 1468 liegt die erste Urkunde über die landesväterliche Obsorge der bamberger Fürsten bezüglich des Bergbaus vor, die von Georg I von Schaumberg stammt.
  • 1496 wird eine detaillierte Bergordnung von Heinrich III. Groß von Trockau (1487-1501) genannt, die der Bayreuther, Sächsischen und Württembergischen sehr ähnlich ist.
  • Außer dem im Ur- und Uebergangsgebirge getriebenen Bergbau wurden im Fürstbisthume Bamberg vielfache Anstrengungen gemacht, um die im Jurazuge abgeflözten Eisensteinlager und Bohnerze bergmännisch zu gewinnen.
  • Aus folgenden Gegenden wird noch vom Bergbau der Bamberger Fürsten berichtet:
  • Aufzählung nicht vollständig ... müsste ein eigenes Thema werden ... "der Bergbau im Bambergischen"

    • am Cottigast 1718/19 – zwei Berggipfel bei Altenkunstadt im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels.
    • Schwürbitz, 1650 - eine Gemeinde von Michelau im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels.
    • Uetzing, 1650/51 - eine Gemeinde von Bad Staffelstein im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels.
    • Stublang, 1660 - eine Gemeinde von Bad Staffelstein im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels.
    • Kloster Banz, 1712 – gehört zum Gebiet von Bad Staffelstein im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels.
    • Eltmann, 1728 - Eltmann ist eine Kleinstadt im unterfränkischen Landkreis Haßberge
    • im Jura an der Wiesent, 1477 – wird ein Bergwerk zwischen Ebermannstadt und Pottenstein genannt. - Die Wiesent ist ein rechter und östlicher Nebenfluss der Regnitz. Sie ist der Hauptfluss der Fränkischen Schweiz.
    • Pautsfeld, 1747 - ein Dorf in der Gemeinde Hallerndorf im oberfränkischen Landkreis Forchheim.
    • Regensberg, 1476 - ein Dorf in der Gemeinde Kunreuth im oberfränkischen Landkreis Forchheim.
    • Hetzles, 1477 – eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim.
    • St. Moritz im Steingraben, 1477 - mehrere Gruben werden genannt - ein Dorf in der Marktgemeinde Gößweinstein im oberfränkischen Landkreis Forchheim.
Geschlossene Frösche
Geschlossene Frösche

Zwei geschlossene Frösche in einer Auststellung, die vermutlich um Gößweinstein / Pottenstein in der Fränkischen Schweiz im dortigen Erzbergbau im Einsatz waren und nicht als Bergbaurelikte aus die...

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Wallenfels

  • Vogelberg (Pb) / (auch genannt: Fundgrube Vogelberg)

    • 1727 in Betrieb. Auszahlung von Kuxengelder. Gewerkenscheine werden erwähnt.
  • Kaiser Heinrich (Pb) / (auch genannt: Kaiser Heinrich Fundgrube)

    • 1798 Wiederaufnahme der durch Auspflügung einer Bleierzstufe entstandenen und zum Erliegen gekommenen Kaiser-Heinrich-Grube im Bergrevier Wallenfels. Anwerbung einer Gewerkschaft und Geschäftsführung. Untersuchung der Grubengebäude in der "Mehlis".
  • Bergsegen

    • 1803-1812 auf der "Dörnacher Höhe" in Betrieb.
    • 1805 befindet sich die Grube auf der Dornacher Höhe bei Wallenfels in einem Thoneisensteinlager.
  • St. Michael der Beschützer

    • 1769 durch Franz Erasmus Kickinger, Bamberg gemutet. Erwähnung eines Grubenrisses, Steiger und Gewerken.
  • Wallenfels (Fe)

    • 1875 Eisensteingrube Wallenfels durch Oscar Ullrich aus Coburg gemutet.
  • Amalie (Ag-Pb-Cu-Zn)

    • 1880 im Besitz von Gustav Spiecker, Apotheker zu Elberfeld.
    • um 1890 im Besitz der Gewerkschaft Blei-, Kupfer- und Zinkerzbergbau im Frankenwald, Bayreuth.
  • Johanneszeche (Pb)

    • 1916 Mutung.
  • Wallenfels-Silberberg:
  • Hierunter werden von mir in zeitlicher Abfolge Gruben genannt, die in der historischen Literatur dem Silberberg zugeordnet werden konnten. Alle Gruben und Daten werden hierunter sicherlich nicht aufgeführt sein, da vieles aufgrund fehlender Angabe der Örtlichkeit nicht zugeordnet werden kann.
  • Lagerstätte:

    • "Das Nebengestein sind kulmische Tonschiefer und Grauwacken, die eine schmale Scholle von oberdevonischen Cypridinenschiefern und Kalken einschließen. Der alte Stollen auf den Erzgang liegt gegenüber der Stumpfmühle im Wallenfelser Tal."
    • Es liegt ein NW-streichender Hauptgang vor, von dem sich zahlreiche Nebentrümer abzweigen, wobei sich der Hauptgang ungefähr auf Höhe der Kammlinie des Silberberges ebenfalls in geringmächtige, kaum mehr erzführende Trümchen zersplittert. Auf dem Hang des Silberberges, nach Steinwiesen hin, sind dann auch nur mehr Quarz-Lesesteine zu finden.
    • "Das Hauptgangerz ist silberhaltiger großblättriger Bleiglanz, daneben erscheinen manchmal in dicken Schnüren Schwefelkies, außerdem Kupferkies und Zinkblende".
    • Der Bleiglanz ist "von dicken Schnüren aus Schwefelkies und zahlreichen Einzelkristallen und Linsen von Kupferkies und Zinkblende durchsetzt". "Hauptgangart ist Quarz neben Kalkspat, Schwerspat und Braunspat", wobei der Kalkspat zum Teil drusig ausgebildet ist. Deutliche Verfärbungen beim Kalkspat durch Brauneisen weisen auf einen primären Gehalt an Spateisen hin.
    • "Außer diesem Gang werden noch zwei andere erwähnt, der eine streicht in Stunde 2.3 und fällt 62 Grad nach Ost, hat eine Mächtigkeit von 30 Zentimeter, der andere streicht abweichend Stunde 5 und fällt mit 85 Grad nach Süden ein und ist 0,008 bis 0,10 Meter mächtig; er setzt in oberdevonischen Cypridinenschiefern und Kalken auf.
    • Aus Überlieferungen ist zu entnehmen, dass "viele Silbermünzen, die der Fürstbischof von Bamberg habe prägen lassen, insbesondere alle nach der Reformationszeit aus dem am Silberberg bei Wallenfels gewonnenen Silber hat prägen lassen".
  • Wallenfels (Ag-Pb)

    • um 1400 wird in einem Brief von einem fürstlichen Bergwerk zu Wallenfels gesprochen, welches von dem Gewerken Heinrich Schorkel für den Mitgewerken Werdelich zu Bamberg im Geierswörth bearbeitet wurde. Es wird berichtet, dass Schorkel 70 Centner Erz gefördert hatte, nur 40 angegeben hätte und 30 Centner bei einem fremden Schmelzer hat einschmelzen und gleich darauf das Bergwerk hat ertränken lassen. Das eingeschmolzene Erz hat Heinrich Schorkel außer Landes geschafft und so den Mitgewerken Werdelich um 300 Gulden gebracht.

      • Hinweis dazu: Die oben angegebene Zeit um 1400 ist nicht gesichert, es wird lediglich vermutet das der Brief aus dieser Zeit stammt.
    • 1403 soll die Grube laut Schautafel, die an den Stollenmundlöchern aufgestellt worden ist, in Betrieb gewesen sein.
  • Heinrich (Ag)
  • Kunigunde (Ag)

    • vor 1440. Im Zusammenhang mit der Frühgeschichte des Bergbaus im Frankenwald bei Wallenfels werden beide Silbergruben genannt, weil beide Namen auf ein hohes Alter der Silbergruben schließen lassen.
  • Wälles

    • 1475-1487 "muß das Bergwerk zu Wälles in einem ziemlichen Flor gestanden sein, da mehrere Gewerken dasselbe bauten", wofür von dem "Bischoff zu Bamberg, Philipp Graf von Henneberg", ein Bergbrief ausgestellt worden ist. An Gewerken werden "Hannsen Junkherrn, Jörg Streubel, Gregory Vorkenpach und Fritzen Kantschen" genannt, die "an dem Silberberg, zwischen Steinwiesen und Wallenfels" tätig waren. In diesem Zusammenhang ist die Rede von einem Hauptschacht und einen Erbstollen.
  • Zeche an der Rodach (Pb-Ag-Cu)

    • 1549 schreibt der Bischoff Weigand von Bamberg an den Erharden von Wildenstein zu Presseck wegen einer "von ihm mit vielen Kosten erbauten Schmelzhütten zu Waldenfels". Erhardt von Wildenstein antwortet dem Fürsten Weigand von Bamberg darauf und in diesem Brief schreibt er von einer "Zeche an der Rodach die gute Ausbeuthe an Silber und Kupfer gegeben" hätte.
    • 1650 wird berichtet, dass die 1549 genannte "Zeche an der Rodach in späteren Jahren immer in einem guten Geruche gestanden zu haben, doch nicht bloß das Bleibergwerk selbst, sondern die Gegend am Silberbergwerk überhaupt, denn es wird sich viel darauf bezogen".
  • Wallenfels

    • 1576 in Betrieb. Heinrich Hetz wird als Gewerke genannt.
  • St. Anna (und St. Veit) (Ag-Pb)

    • 1650 berichtet der "Ruthengänger namens Melchior Otto: Auf der Hall am Fußsteig gegen dem Fuchsloch herüberwarts am Silberberg St. Anna’s Stollen, so jetzt verfallen. Ist zur Zeit stark gearbeitet worden, nechst dabei ein Schmelzhütten aufgericht, und wie die edelsten berichten, reich an Silber befunden worden".
  • Gottes Segen (Pb-Cu) / (auch genannt: Segen Gottes, neuer Segen Gottes, Bergwerk vom Silberberg, Silberberger)

    • 1726, am "03. Oktober anni dicti, wurde der Gang, der in Hauptmannschaft Kronach in einem gründlein am Fuß eines hohen Gebirges so sich an genanntes Wallenfels erstreckt", der "Bleygang", der "von Mittag gegen Mitternacht streichend, entblöst, belegt, und zu bauen angefangen worden, worauf man das Bleyerz zuerst nur hier und dort nierenweis, hernach aber, als man weiters in den Berg kommen, strich und fallweis nebst etwas Kupfererz angetroffen" und die Grube mit dem Namen "Gottes Segen beleget".
    • 1727 ist das Bergwerk zu Wälles in Betrieb und liefert, nachdem es lange im Freien gelegen hatte, noch immer ein gutes Bley. Im gleichen Jahr werden Kuxengelder ausgezahlt. Gewerkenscheine und Inventarliste werden erwähnt.
    • 1728 bis 1732 in Betrieb.
    • 1729 berichtet in einem Brief der Berghautmann Kropf an den Bamberger Bischof, Churfürst zu Maynz, Lothar Franz Graf von Schönborn über den Zustand des Bergwerkes.
    • 1730 hat sich der Gang in dem "Bergwerk zu Wälles, der Segen Gottes genannt, sich gänzlich ausgeschnitten, indeß die Gewerken wollten dennoch fortbauen".
    • 1733 Erwähnung eines Bergregisters über das "Silberberger Bergwerk".
    • 1733 bis 1739 in Betrieb, danach vermutlich
    • 1740 ins Freie gefallen.
    • um 1768 Nennung der Grube "neuer Segen Gottes" in Verbindung mit einer "Bergwerkssozietät, einer Gewerkschaft und Ausgabe von Kuxe". Grube wird in Verbindung mit den "Rodachthaler Werken" erwähnt, wozu noch die Gruben "Adam Friederich, neues Glück, Gottlob und Johann Gegentrumm, Johannes der Tauffer, Bergmännische Hoffnung an der Remschlitz bei Neufang und St. Barbara Fundgrube" gehören und im "Frankenwald Bamberger Antheil" liegen und aufgrund ihrer Nähe zueinander "Rodachthaler Werke" betitelt wurden.
  • Vereinigte Gesellschaftsfundgrube

    • 1763 auf dem Silberberg durch Johann David Bergner gemutet.
  • unbekannte Grube

    • 1805 wie folgt in der Literatur beschrieben: "Dicht am Flußbeete der Rodach und gleich in der Nähe an der so betitelten Wurststube auf dem Grunde des Grafen von Voit von Rineck wird auch dermalen noch wenigst ein Versuchbau auf ein im kieslichten Thonschiefer befindliches Lager geführt. … Die Gangarten sind, wie ich selbe wenigst im Stollen bey der Wurststube fand, graulichweißer Quarz, und Kalkspath, welcher in den Höhlungen in die doppelte niedrige dreyseitige Pyramide kristallisirt ist, woran die Ecken an der Gemeinschaftlichen Grundfläche abgestumpft sind"

      • Hinweis dazu: Mit Wurststube ist das hier vorkommende Wurstkonglomerat gemeint, welches vorwiegend als konglomeratische Breccie ausgebildet ist.
  • Neue Hoffnung (Ag-Pb-Cu-Zn)

    • 1868 Belehnung des August Frhr. von Künßberg-Langenstadt zu Oberlangenstadt mit der Silber-, Blei-, Kupfer- und Zinkerzgrube "Neue Hoffnung" in der Markung Wallenfels.
    • 1892 im Besitz von Carl Wilhelm Dörr, Bonn. Die Grube liegt in den Markungen Wallenfels und Steinwiesen.
  • Erfüllte Hoffnung (Ag-Pb-Cu)

    • 1871 Nennung der Grube, die in den Markungen Wallenfels und Steinwiesen liegt und im Besitz von August Frhr. von Künßberg-Langenstadt zu Oberlangenstadt ist.
  • Carlszeche (Ag-Pb) / (auch genannt: Carl-Zeche)

    • 1917 Inbetriebnahme und Nennung der Grube Carlszeche bei Wallenfels. Gewerkenbuch wird erwähnt.
    • 1917/18, "im Winter, unternommene Arbeiten (Carlszeche) sind bald wegen Wasserschwierigkeiten eingestellt worden. Nach einem Bericht von Oberbergrat Nothaas wurde in einem Gesenk und einer Versuchsstrecke ein NW – SO streichender und mit 75 Grad nach Nordost fallender Gang angetroffen. Er war 6 bis 38 cm mächtig und führte spärlich Schnüre und Putzen von Bleiglanz. In einem anderen 18 Meter davon entfernten Gesenke ist ein 7 Zentimeter starker reiner Bleiglanzgang angefahren worden. Außerdem wird noch ein 2 bis 12 Zentimeter starker zur Hälfte mit Quarz durchwachsener Schwefelkiesgang erwähnt".
    • 1918, nach dem I. Weltkrieg, verschwanden die letzten Zechengebäude.
  • unbekannte Grube

    • 1938 während der Autarkiebestrebungen (aus eigenen Ressourcen selbst erzeugen oder herstellen) fanden die letzten Versuche statt den Bergbau wieder zu beleben. Es blieb allerdings bei dem Versuch. Das heute vergitterte Stollenmundloch stammt vermutlich aus dieser Zeit und liegt in der Nachbarschaft des Stollenmundloches der Carlszeche.
Silberberg Wallenfels
Silberberg Wallenfels

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Silberberg. Örtlichkeit der Carlszeche am Parkplatz Silberberg, an der B 173, in Wallenfels am 11.07.2015.

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Silberberg Wallenfels
Silberberg Wallenfels

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Silberberg. Stollenmundloch Carlszeche am Parkplatz Silberberg, an der B 173, in Wallenfels am 11.07.2015.

woelsendorfer
Silberberg Wallenfels
Silberberg Wallenfels

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Silberberg. Stollenmundloch Carlszeche am Parkplatz Silberberg, an der B 173, in Wallenfels am 11.07.2015.

woelsendorfer
Silberberg Wallenfels
Silberberg Wallenfels

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Silberberg. Örtlichkeit des Stollenmundloches unbekannte Grube in unmittelbarer Nachbarschaft des Stollenmundloches ...

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Silberberg Wallenfels
Silberberg Wallenfels

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Silberberg. Stollenmundloch unbekannte Grube in unmittelbarer Nachbarschaft des Stollenmundloches der Carlszeche am ...

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Lageplanskizze Silberberg Wallenfels
Lageplanskizze Silberberg Wallenfels

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Silberberg. Lageplanskizze der Stollenmundlöcher am Parkplatz Silberberg, an der B 173, in Wallenfels am 11.07.2015.

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  • Wallenfels-Forstloh:
  • Forstloh-Zeche (Fe) / (auch genannt: Forstlohe)

    • 1738, 7. Nov., verlangt Heinrich Heffner um "nächst den zwei Höfen Forstlohe genannt, bei Cronach auf einige Berg auf Eisenstein einschlagen zu dürfen, einen Muth- und Lehenbrief. Derselbe wird ihm nicht vorenthalten, er jedoch aufmerksam gemacht, daß er regelmäßig sein Quatembergeld zahle, und die Hofbesitzer im Fuhrweg schadlos halte".
    • 1811 im Besitz von Heinrich und Christoph Simon und Andreas Feilner.
    • 1856 im Besitz des Forstwartes Ernst Rosenmerkel, Haid bei Presseck.
    • vor 1882 in Eigentum von Hammerwerkbesitzer Philipp Dittmar, Oberklingensporn
    • ab 1882 in Eigentum von Friedrich Wilhelm Copalle, Dortmund und Gutsbesitzer Heinrich Knab, Steinfels.
    • 1924 berichtet Dr. A. Wurm: "Das Eisenerzvorkommen im ärar.Grf. Forstloh-Zeche deckt einen alten Bergbau bei der Einöde Forstloh, 2 Kilometer westlich von Wallenfels, oberhalb des Hammers, circa 70 Meter über der Talsohle. Hierfällt eine lange grabenförmige Vertiefung von etwa 100 Meter Ausdehnung mit Streichen Nordsüd auf, an die sich unten und oben einzelne tiefere Pingen anreihen. In der grabenförmigen Vertiefung (Tagebau?) steht das Nebengestein an, zum Teil Kulmkonglomerat, zum Teil auch Tonschiefer. An einer Stelle im Graben ist ein 4 Meter tiefer Aufschluß vorhanden; hier steht der Erzträger eine circa 1,5 Meter breite Kluft an, welche sehr steil nach Osten einfällt. An den Kluftwänden sind noch die Spuren der Vererzung zu sehen in unregelmäßig netzförmigen Krusten- und Schalenbildungen von Brauneisenerz, welche teils Hohlräume umschließen, teils mehr oder weniger zersetzte und verockerte, sandig-tonige Gesteinskerne einschließen. Insbesondere bilden viele der größeren Geröllstücke des Konglomerats geschlossene Hohlkörper von dichtem Brauneisenerz.
    • Es handelt sich bei dem Vorkommen um Hohlraumausfüllungen bzw. um eine Vererzung des nebengesteins aus absinkenden Lösungen, welche in einem Spaltensystem in die Tiefe vorgedrungen sind und daher den gangförmigen Charakter des Vorkommens bedingten."
    • In späteren Jahren findet das Vorkommen wie folgt Erwähnung: In dem nicht verwertbaren Schmiedsgrund-Konglomerat kamen cm-dicke Spaltenfüllungen aus Brauneisen vor, die durch die alte Forstloh-Zeche abgebaut worden sind. Die Pingen, die in der Literatur erwähnt werden, "waren Tagebaue auf einer Oberflächenvererzung des kalkhaltigen Konglomerates", der "durch Verwitterungslösungen schwammig zerfressen wurde, wobei das Brauneisen als Rückstand blieb. Dabei dürfte ein wesentlicher Pyritgehalt des Konglomerates in Schwefelsäure umgewandelt worden sein, deren Oxydationswirkung die Limonit-Bildung stark gefördert hat. Eine chemische Analyse eines Derberzes ergab 44,67 % Fe".
Bleierz- und Eisenbergbau bei Wallenfels
Bleierz- und Eisenbergbau bei Wallenfels

Übersichtskarte zum Silberberg und dem Gehöft Forstloh bei Wallenfels/Oberfranken. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

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  • Wallenfels-Neumühle:
  • Kaiser Heinrich und Kunigunde (Pb) / (auch genannt: Kaiser-Heinrich und Kunigund)

    • 1767 Mutung des Bleibergwerks Kaiser Heinrich und Kunigunde bei Wallenfels durch Heinrich Kremmer aus Wellesberg. Anstellung eines Steigers namens Franz Carl Sadler. Kolorierter Riss der Fundgrube und Rechnungen sind vorhanden.
    • 1974 wird nach einer schriftlichen Ausarbeitung der Betriebsort der Grube für den Köstenberg angegeben, der nach historischen Karten südlich der Neumühle und der Wilden Rodach liegt.
  • Wallenfels-Wolfersgrün:
  • unter Wolfersgrün werden Gruben genannt, die zum Teil in gemeindefreies Gebiet gelegen/gebaut haben. Dazu zählt der hier genannte Staatswald, später Geroldsgrüner Forst und Forst Schwarzenbach am Wald genannt. Innerhalb dieser (Staats)Forste gab es allerdings Bereiche die, als Beispiel, von der Gemeinde Geroldsgrün verwaltet worden sind. Bei Durchsicht der Karten fällt dabei auf, dass es sich bei diesen Flächen in dem Staatswald vermutlich um Flächen handelt, die der Holzlagerung und der dafür genutzten Flößerei dienten.
  • Blaue Himmelszeche (Fe)

    • 1856 Belehnung des Hammerwerkbesitzers Karl Keyser zu Geroldsgrün mit der Eisensteingrube "Blaue Himmelszeche" im Silbergrund innerhalb der Gemarkung Wolfersgrün. Die Familie Keyßers betrieb u.a. den oberen und unteren Hammer bei Geroldsgrün.
  • Wunderbar

    • nach 1856 durch Umbenennung aus der Grube Blaue Himmelszeche entstanden.
  • Goldene Krone (Ag-Pb-Cu-S-Zn)

    • 1872 ist die "Silber-, Blei-, Kupfer- und Zinkerzgrube Goldene Krone, in der Markung Wolfersgrün, im Besitz von August Frhr. von Künßberg-Langenstadt zu Oberlangenstadt.
    • 1880 im Besitz von Gustav Spiecker, Apotheker zu Elberfeld. Die Grube liegt in den Markungen Wallenfels, Neuengrün, Wolfersgrün.
    • um 1890 im Besitz der Gewerkschaft Blei-, Kupfer- und Zinkerzbergbau im Frankenwald, Bayreuth.
  • Louise II (Pb-Ag-Cu-S-Zn)

    • 1880 ist die "Blei-, Silber-, Kupfer-, Schwefel- und Zinkerzgrube Louise II, die in der Markung Wolfersgrün und im Staatswald, Forstbezirk Schnappenhammer, liegt, im Eigentum von Gustav Spiecker, Apotheker zu Elberfeld".
    • um 1890 im Besitz der Gewerkschaft Blei-, Kupfer- und Zinkerzbergbau im Frankenwald, Bayreuth.
  • Gustav Adolf (Pb-Ag-Cu-Zn) / (auch genannt: Gustav Adolph)

    • 1880 ist die "Blei-, Silber-, Kupfer- und Zinkerzgrube Gustav Adolph, die in der Markung Wallenfels und im Staatswald, Forstbezirk Schnappenhammer, liegt, im Eigentum von Gustav Spiecker, Apotheker zu Elberfeld".
    • um 1890 im Besitz der Gewerkschaft Blei-, Kupfer- und Zinkerzbergbau im Frankenwald, Bayreuth.
  • St.Ambrosius (Pb-Ag-Sb-Cu)

    • 1881 wurde die "Blei-, Silber-, Antimon- und Kupfererzgrube St.Ambrosius bei Wallenfels durch den Bergingenieurs I. W. Schmidt gemutet".
  • Schubertsruh (Sb)

    • 1924 Mutung durch Georg Schubert und Franz Simon auf Antimonerz in der Holzleithen.
    • 1928 wurden im Wald 1 Kilometer nordnordöstlich Wolfersgrün dm-große Lesesteine aus reinem Antimonglanz gefunden. Eine zur Ausbeutung des Vorkommens gegründete Gewerkschaft hat daraufhin umfangreiche bergmännische Untersuchungsarbeiten durchgeführt und in einem nordöstlich der Lesesteinfunde streichenden Schufgraben einen alten Stollen, der in einem Erzgang aufgefahren war, freigelegt.
    • 1929/30 wurde der alte Stollen in südwestlicher Richtung bergmännisch erweitert und auch weiter vorgetrieben, in dessen Verlauf mehrere Gangtrümer und ein Quarzgang angefahren worden sind.
    • 1931 abteufen eines 8 Meter Gesenkes. Das Ergebnis der Untersuchung ergab, dass der Antimonglanz auf eine kleine oberflächennahe Linse beschränkt ist und untertägig nur Antimonerzspuren, geringmächtige, drusige Quarzgänge mit etwas Brauneisen festgestellt wurden.

      • Hinweis dazu: Bei dem alten Stollen der aufgefunden worden ist, handelt es sich vermutlich um die Grube Unvermuthete Glück, siehe dazu unter Steinwiesen-Schlegelshaid.
Antimonocker mit Antimonglanz
Antimonocker mit Antimonglanz

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Wolfersgrün/Versuchsabbau Schubertsruh. Antimonocker mit Antimonglanz, Stufenbreite circa 6 cm.

Kh.Gerl
Antimonit
Antimonit

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Wolfersgrün/Versuchsabbau Schubertsruh. Antimonit, Stufenbreite circa 7 cm.

Kh.Gerl

  • Wallenfels-Wolfersgrün-Lamitzgrund-Silberrangen:
  • Der Lamitzgrund wurde nach historischen Karten in großen Bereichen von der Gemeinde Geroldsgrün, wegen Holz- und Floßwirtschaft, aus verwaltet. Der Betriebsort, in dem Fall der Silberrangen, bzw. der Ort des hier genannten zweiten Ganges lagen im damaligen Staatswald.
  • unbekannte Grube (Pb-Cu-Zn-Fe)

    • 1579 wird in historischen Unterlagen, im Hausarchiv der Plassenburg, ein "Bergwerk auf dem Silberrangen" genannt.
    • 1924 wird über ein bekanntes Vorkommen im Lamitzgrund, östlich Wolfersgrün, wie folgt berichtet: "Hier führt ein Nord – Süd streichender Quarzgang Bleiglanz, Kupferkies, Zinkblende und Schwefelkies. Der Gang ist nur 3 bis 5 cm mächtig und stark mit Nebengestein durchtrümert, der Silbergehalt des Bleiglanzes soll nach Gümbel 0,0175 Prozent betragen. Ein zweiter Gang wenig unterhalb im Tal führt Schwefelkies mit Spuren anderer Erze.
    • 1966 war der erstgenannte Gang im Gelände nicht mehr aufzufinden. Der zweite Gang ist südlich Wolfersgrün und nordwestlich am Hinterschlag direkt an der Lamitz zu finden.
  • Eberleins-Grube (Pb-Zn)

    • 1843 wie folgt erwähnt: "Belehnung des Gastwirtes "Eberlein" zu Kulmbach mit einem Bleierz führenden Gang im Lamitzgrunde bei Wallenfels". Die Grube hat "gelbe Zinkblende gefördert".
  • Wallenfels-Neuengrün:

    • 1323 wird Neuengrün zum ersten Mal urkundlich als "Newngrün" erwähnt.
  • Neuengrün (Ag-Pb-Cu-Zn-Fe)

    • 1333 werden in Neuengrün 6 Dorfhübner (ehemalige Söldner) genannt, die sich in dem Ort angesiedelt haben.
    • 1348 waren im Wellesbachtal bereits zwei Hammerwerke in Betrieb. Das Eisenerz wurde südlich von Neuengrün aus dem Eisengraben (heutiger Flurname) abgebaut. Das Stollenmundloch dazu liegt in der Gemarkung "Kirchsteig".
    • 1413 verschrieb der Bamberger Fürstbischof Graf Albrecht von Wertheim (Regierungszeit von 1398 bis zu seinem Tod im Jahre 1421) Herrn Friedrich von Sparneck ein Eisenwerk zu Neuengrün, um es nach Bergwerksrecht bearbeiten zu lassen.
    • 1579 legt der Kronacher Kastner Andreas Schnap ein Eisenbergwerk unterhalb von Neuengrün an.
    • 1624 Nennung des Bergarbeiters Michael Holzmann aus Neuengrün.
    • um 1700 wird auf Veranlassung des Bamberger Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn (Regierungszeit von 1693 bis zu seinem Tod im Jahre 1729) erneut gegraben. Anfänglich ergiebige Fund von Blei- und Kupfererz wurden schon bald wegen geringer Funde wieder eingestellt.
    • 1795 Eisensteingrube auf der Neuengrünn, Amt Wallenfels, in Betrieb. Eigenlöhner auf der Grube sind Hammerwerkbesitzer und Hammerwerkmeister Philipp Böhe zu Steinwiesen und Johann Brehm auf dem Neuengrün. Als Steiger wird Niclaus Hader genannt. Berghauer ist Andreas Bock und Christian Schlitter, Haspelknecht ist Andreas Gremer. Das ein Haspelknecht im Einsatz ist bezeugt davon, dass die Grube einen Tagesschacht in Betrieb hatte. Wann die Grube in Betrieb gegangen ist, ist aus den mir vorhandenen Quellen nicht zu ermitteln.
    • 1797/98 weiterhin in Betrieb, jetzt ist allerdings das Amt Wartenfels zuständig.
    • 1804 in Betrieb. Findet wie folgt Erwähnung: "Braunen Eisenstein bei Neuengrün, die auf der letzten im Umtrieb stehenden Eisenhütte zu Steinwiesen verschmolzen werden, denn der Eisenhammer zu Stadt-Steinach ruht schon mehrere Jahre aus Kohlenmangel". Stillegung der Grube unbekannt.

      • Hinweis Eisenhütte und -hammer in Steinwiesen: Ich nenne hier mal ein Beispiel für diese Zeit wie so eine Eisenhütte personell besetzt war:

        • Besitzer war Hammermeister Philipp Böhe
        • Hohenofenmeister Johann Sesselmann
        • Kleinschmelzer Michael Sesselmann
        • Aufgeber Johann Koch und Michel Hellerich
        • Frischfeuerarbeiter Michel Heider
        • Vorschmied Wolf Heider
        • Aufgießer Heinrich Heider
        • Hüttenjung Christoph Heider
        • Zahnschmiedmeister Franz Windhager
        • Zahnfeuerarbeiter Auswärmer Anton Schnekl
        • Eisensteinbucher Ernst Ströhlein
        • Schlackenbucher Ulrich Linhard
        • Kohlenstürzer Johann Christoph Neumeister
    • 1878 ist die Grube "Neuengrün" im Eigentum von Hammerwerkbesitzer Philipp Dittmar, Oberklingensporn.
    • 1882 Überschreibung der Eisensteingruben "Neuengrün", Bergamt Kronach, aus dem Nachlass des verstorbenen Hammerwerkbesitzers Philipp Dittmar, Oberklingensporn, an Friedrich Wilhelm Copalle, Dortmund und Heinrich Knab, Gutsbesitzer zu Steinfels, Bergamt Neustadt an der Waldnaab.
    • 1924 berichtet Bergrat H. Haf, Bad Steben: "Rund 500 m südwestlich von Neuengrün liegt zu Seiten des nach Schindelthal führenden Weges ein alter Bergbau, der durch Pingen und Stollen gekennzeichnet ist. Man sieht kleinere Einsenkungen und Abgrabungen sowie drei größere Pingen, von denen eine an der Wegböschung, die beiden anderen circa 70 Meter westlich liegen. An den Rändern der Pingen und Halden findet sich schalig-schiefriges, derbes Brauneisenerz, das vielfach noch einen hochgradig zersetzten, meist sandig-tonigen Rückstandskern enthält. Das Nebengestein ist Schiefer und hauptsächlich Kulmkonglomerat. Hierzu gehören auch zwei Stollen, wovon der eine 200 Meter südlich der Pingen und 45 m tiefer im obersten Teile des nördlichen Zweiges des von Schindelthal ostwärts nach den unteren Wellesmühlen hinabführenden Tälchens liegt (Eisengraben); der andere rund 400 Meter nordwestlich der Pingen und 70 Meter tiefer in dem von Neuengrün seitlich in das Tal der Wilden Leutnitz hinabführenden Weges (Kirchsteig).
    • Der südliche Stollen scheint die Lagerstätte erreicht zu haben. Auf der mäßig großen Halde zeigen sich plattig und griffelig brechende rauhe Tonschiefer neben Kulmkonglomerat und vereinzelt derbe, schalige Brauneisenerzstücke. An den Stößen des verfallenen Stollenmundloches stehen rauhe Tonschiefer mit NW-Streichen und steilem Einfallen nach Nordost an. Zwischen dem Stollenmundloch und den Pingen liegen in der Stollenachse zwei weitere Pingen, offenbar auf den Stollen niedergehende Lichtschächte. An der großen Halde liegen neben wenig Schiefer hauptsächlich Kulmkonglomerate mit zahlreichen kleineren Stufen von derben, teils dichtem, teils schaligem Brauneisenerz.
    • Der nordwestliche Stollen, der nach der Halde eine Länge von circa 100 Meter haben konnte, scheint die Lagerstätte nicht mehr erreicht zu haben. Auf der Halde liegt ausschließlich rauher, meist dünnblätteriger Tonschiefer, der auch an dem Stollenmundloch mit Einfallen circa 40 Grad Südost ansteht.
    • Bei dem Vorkommen handelt es sich zweifellos um eine Oberflächenvererzung durch Verwitterungslösungen (Hunsrücktypus). Doch herrschen in der Vererzung zwei bestimmte Nordnordwest streichende, gegen das Stollenmundloch des südlichen Stollens konvergierende Richtungen vor. Von der Umwandlung in Brauneisenerz scheint fast ausschließlich das Kulmkonglomerat betroffen worden zu sein."
  • Wallenfels-Wellesberg::
  • Brautschatz (Ag-Pb-Cu-Zn)

    • 1802 wird ein Bergmann Johann Schmitt aus Wellesberg genannt.
    • 1805 an der "Voglersleite oberhalb von Wallenfels" in Betrieb. Besitzer vermutlich "Stöcker, Kronach". Im gleichen Jahr wird berichtet, dass "die Alten schon einen nicht unbedeutenden Bergbau auf Bley und Kupfer am Welles trieben".
    • 1872 durch Frhr. von Künßberg zu Oberlangenstadt neu gemutet.
    • 1880 im Besitz von Gustav Spiecker, Apotheker zu Elberfeld.
    • um 1890 im Besitz der Gewerkschaft Blei-, Kupfer- und Zinkerzbergbau im Frankenwald, Bayreuth.
Stollenmundloch der Grube Brautschatz
Stollenmundloch der Grube Brautschatz

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Wellesberg/Grube Brautschatz. Stollenmundloch der Grube Brautschatz am 11.07.2015.

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Örtlichkeit der Grube Brautschatz
Örtlichkeit der Grube Brautschatz

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Wellesberg/Grube Brautschatz. Örtlichkeit der Grube Brautschatz am 11.07.2015.

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Stollenmundloch der Grube Brautschatz
Stollenmundloch der Grube Brautschatz

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kronach, Landkreis/Frankenwald/Wallenfels/Wellesberg/Grube Brautschatz. Stollenmundloch der Grube Brautschatz am 11.07.2015.

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Steinwiesen

  • St. Johannes und Andreas

    • 1768, am 30. August, ist in einer Nachricht zu lesen, "daß die zu ehedem zu Steinwiesen gelegene und im Bau gestandene, hierauf in das Freie verfallene "St. Johannes und Andreas" vor kurzem gemuthet und bestättiget" worden ist.
  • Glückauf Segen (Fe)

    • 1876 wird als Besitzer Oscar Ullrich zu Coburg genannt.
    • um 1877 Besitzer Gewerkschaft Teutonia.
  • Leitsch (Fe)

    • 1875 wird als Besitzer Oscar Ullrich zu Coburg genannt.
    • um 1877 Besitzer Gewerkschaft Teutonia.
  • Steinwiesen-Schlegelshaid:
  • Unvermuthete Glück (Sb) / (auch genannt: Unvermutheten Glück auf Fundgrube)

    • 1747, am 20. März, "fand sich für die im Rodach Grund und Umgegend gelegenen Bergwerke ein neuer Muther, nämlich es verlangt Georg Christoph von Uttenhofen von Schwarzach im Coburg Meiningischen gegen Erlegung von 2 Muthgroschen die im Amt Kronach auf dem Gebürg gelegenen zwey Berg und Erzgruben", … "davon eine in der Langenau, oberhalb der sogenannten Schlehleinshayd" gelegen, die auf "Antimon nebst anderer Mineralien" gemutet und mit dem Namen "das unvermuthete Glück" belegt wurde.
    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Derber späthiger Eisenstein, mit einem braunen etwas spiegelichten Saalband.

      • Hinweis dazu: Der Weiler Langenau gehört zu Geroldsgrün und somit zum Landkreis Hof, wobei Schlegelshaid zum Landkreis Kronach gehört. Die Grube Schubertsruh unter Wallenfels-Wolfersgrün lag vermutlich im gleichen Bereich wie die Grube Unvermuthete Glück.

Landkreis Kulmbach


Presseck

  • Presseck-Reichenbach:
  • Blauer Hirsch mit tiefen Stollen (Fe) / (auch genannt: Blaue Hirschzeche, der blaue Hirsch)

    • 1781 bis 1831 an der "Hohen Leite bei Reichenbach" in Betrieb. In diesem Grubenfeld "scheinen oberdevonische Knollenkalke durch nachträgliche Eisenzufuhr in Toneisenstein umgewandelt zu sein. Die Grube baute ein solches über 2 Meter mächtiges Toneisensteinlager ab. Durch Zersetzung sind tonige Brauneisenerze entstanden".
    • um 1795-98 "Im Reichenbacher Wald" in Betrieb. Gewerk Johann Schübel zu Stadtsteinach.
    • 1805 wird die Grube als "der letzte und dermalen wieder erhobene Bau am Köstenberg" erwähnt.

      • Hinweis dazu: Der Berg Köstenberg, Landkreis Kronach, liegt nach historischen Karten zwischen Wilde Rodach und dem Lambach und der Ort Köstenberg, Landkreis Kulmbach, zwischen dem Köstenbachgrund und der Wilden Rodach. Der Betriebsort ist aber die "Hohe Leite" nordöstlich Reichenbach, Landkreis Kulmbach, gewesen.
    • vor 1882 in Eigentum von Hammerwerkbesitzer Philipp Dittmar, Oberklingensporn.
    • ab 1882 in Eigentum von Friedrich Wilhelm Copalle, Dortmund und Gutsbesitzer Heinrich Knab, Steinfels.
  • Blauer Hirsch obern und untern Maaßen (Fe)

    • um 1795-98 in Betrieb.
  • Presseck-Schmölz (Köstenbachtal):
  • in alten Karten wird der Ort auch Schmelz geschrieben.
Zechenhaus in Schmölz im Köstenbachtal
Zechenhaus in Schmölz im Köstenbachtal

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kulmbach, Landkreis/Frankenwald/Presseck/Schmölz/Grube St. Andreas. Zechenhaus in Schmölz im Köstenbachtal am 11.07.2015.

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Stollenmundloch Grube Neuer Segen des Herrn in Schmölz im Köstenbachtal
Stollenmundloch Grube Neuer Segen des Herrn in Schmölz im Köstenbachtal

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kulmbach, Landkreis/Frankenwald/Presseck/Schmölz/Grube Neuer Segen des Herrn. Stollenmundloch in Schmölz im Köstenbachtal am 11.07.2015.

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Zechenhaus in Schmölz im Köstenbachtal
Zechenhaus in Schmölz im Köstenbachtal

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Kulmbach, Landkreis/Frankenwald/Presseck/Schmölz/Grube St. Andreas. Zechenhaus in Schmölz im Köstenbachtal am 11.07.2015.

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  • Johannes der Täufer (Ag-Pb) / (auch genannt: Fundgrube Johannes der Täufer)

    • 1727 in Betrieb. Auszahlung von Kuxengelder. Gewerkenscheine werden genannt.
    • 1757 Pochwerk und Schmelzhütte werden erwähnt. Im Laufe der Jahre verfielen die Anlagen.
    • 1768 wird die Grube Johannes der Täufer in einem Bamberger Bericht schriftlich festgehalten.
    • 1803 wird auf dem Gelände der ehemaligen Schmelzhütte ein Haus gebaut, welches
    • 1893 einem Schieferdecker,
    • 1934 einer Weberfamilie und anschließend dem "Stahlhelmbund" gehörte.
    • 1940 erwarb es der FWV. Mit zwei Unterbrechungen wurde es als Wanderheim Köstenschmölz genutzt, wobei der Name an dem Bach (Kösten) und der hier betriebenen Schmelzhütte (Schmölz) erinnern soll.
  • St. Andreas (Pb)

    • 1767 Mutung des Bleibergwerks St. Andreas durch den Kanonikus von Hoffmann zu St. Stefan in Bamberg.
    • 1768 Entlassung des Steigers Johann Eger und Zwangsräumung seines zum Bergwerk gehörigen Huthauses, sowie Differenzen mit dem ehemaligen Steiger Carl Grimmer wegen dessen Forderungen.
    • in neuerer Zeit ist folgendes zu lesen: Der Gang liegt hinter dem früheren Zechenhaus und führt hauptsächlich Zinkblende und Pyrit.
  • Neuer Segen des Herrn (Ag-Pb) / (auch genannt: Segen des Herrn, Neuer Segen des Herren)
  • Schmelz (Pb)

    • 1856 in Besitz des Forstwartes Ernst Rosenmerkel, Haid bei Presseck.
    • 1863 Wiederverleihung an Posthalter Johann Reubel.
    • 1868 noch im Besitz von Johann Reubel.
Eisenerzbergbau bei Schmölz/Gemeinde Presseck
Eisenerzbergbau bei Schmölz/Gemeinde Presseck

Übersichtskarte zum Eisenerzbergbau bei Schmölz, Gemeinde Presseck, Oberfranken. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

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  • Presseck-Birken:
  • St. Andreas (Fe-Mn)

    • vor 1882 in Eigentum von Hammerwerkbesitzer Philipp Dittmar, Oberklingensporn
    • ab 1882 in Eigentum von Friedrich Wilhelm Copalle, Dortmund und Gutsbesitzer Heinrich Knab, Steinfels.
    • 1924 wird über dieses Vorkommen wie folgt berichtet: "Das Erzvorkommen von Birken (zwischen Presseck und Enchenreuth) hat noch in neuerer Zeit Anlaß zu Schürfversuchen gegeben. Die Schiefer sind hier in mulmige Brauneisensteine umgewandelt. Die Erze sind sehr reich an Mangan: Fe 17,02 Prozent und Mangan 14,40 Prozent".
  • Presseck-Kunreuth-großer Köstenschrot:
  • Thomaszeche

    • vor 1792 am "Dienetsberg" in Betrieb. Mathias Flurl berichtet "über einen nicht unbedeutenden Bergbau auf Bleiglanz, Blende, Kupfer- und Schwefelkies vom großen Köstenschrot", wo "früher die Thomaszeche" auf einen Gang bei "Kunreuth" baute.


Bergparade 1759
Bergparade 1759

Bergparade 1759 in Hof. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

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  • Hinweis zum Zeitungsausschnitt von 1759: Anlässlich seiner Vermählung am 20. September 1759, zwischen dem 48jährigen Markgrafen Friedrich III. (10. Mai 1711-26. Februar 1763) vom fränkischen Fürstentum Bayreuth und der 22jährigen Prinzessin Sophie Karoline Marie (1737–1817) von Braunschweig-Wolfenbüttel, wurde am 18. Oktober 1759 in Hof eine Bergparade abgehalten und dem Paar als Geschenk nicht nur Gaar-Kupfer-Scheiben übergeben, sondern auch eine Anzahl seltener Mineralstufen.


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