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Pyrenäen

Pyrénées Atlantiques
Pyrénées Atlantiques

Topografische Karte

Eric Gaba


Nördliches Vorland-Aquitanisches Becken-/Pyrenées Atlantiques


Aquitanisches Becken

Das Aquitanische Becken ist nach dem Pariser Becken das zweitgrößte mesozoische und känozoische Sedimentbecken Frankreichs. Das rund 66.000 km2 große Becken liegt über dem während des Perms erodierten variszischen Grundgebirge, welches seit der Trias allmählich abzusinken begann. Im Parentis-Becken und im Subpyrenäenbecken ist das Grundgebirge an seiner tiefsten Stelle unter einer Sedimentauflast von 11.000 m verborgen.

Pyrénées Atlantiques

Pic d'Anie, Pyrénées Atlantiques
Pic d'Anie, Pyrénées Atlantiques

Pic d' Anie, Pyrénées Atantiques

semetria

Den „atlantischen Pyrenäen“ entspricht in etwa das französische Département Pyrénées-Atlantiques (baskisch Pirinio Atlantikoak); ehemals „Basses Pyrenées“. Es liegt im äußersten Südwesten des Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine und ist nach dem Atlantischen Ozean und den Pyrenäen benannt. Das Département liegt im Süden der Region Nouvelle-Aquitaine an der Grenze zu Spanien. Es grenzt im N an das Département Landes, im NE an das Département Gers und im E an das Département Hautes-Pyrénées, beide in der Region Okzitanien, im S an die spanische Autonome Gemeinschaft Aragon, im SW an die spanische Autonome Gemeinschaft Navarra und im Westen an den Golf von Biskaya sowie an das spanische Baskenland und ist selbst das französische Baskenland.

Das Département zieht sich im Süden in die Gebirgskette der Pyrenäen, höchste Erhebung ist mit 2974 m der Pic Palas an der Grenze zum Département Hautes-Pyrénées und zu Aragonien. Bedeutendste Flüsse sind der Gave d’Oloron und der Gave de Pau, die beide als Hauptwasserläufe aus den Pyrenäen in nordwestlicher Richtung verlaufen, sich kurz hinter der Grenze zum Département Landes zum Gaves Réunis vereinigen, eher dieser auf der Grenze der beiden Départements in den Adour einmündet. Der Adour bildet die Départementsgrenze bis Bayonne und mündet schließlich zwischen Tarnos und Anglet in den Atlantik. Der äußerste Süden des Départements ist als Nationalpark Pyrenäen geschützt.


Pic Palas
Pic Palas

Pic Palas, 2974 m, Pyrenées Atlantiques, gesehen vom Pic du Midi d'Ossau

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Pic de Ger, Pyrénées Atlantiques
Pic de Ger, Pyrénées Atlantiques

Pic de Ger (2613m) und Pic Medaa, Pyrénées Atlantiques Myrabella CC3.0.jpg

Myrabella
Soum Couy (2315m)
Soum Couy (2315m)

Soum Couy (2315m), nördlich vom Pic d'Anie, Pyrenées Atlantiques

Joxemai

Drei Gebirgstäler im Hoch-Bearn

Zu den drei bekanntesten Tälern der französischen Pyrenäen, im Departement Pyrénées-Atlantiques in der Region Neu-Aquitanien gehören

Valle d'Ossau

Pic du Midi d'Ossau, Pyrénées Atlantiques
Pic du Midi d'Ossau, Pyrénées Atlantiques

Pic du Midi d'Ossau, 2884 m. Der Pic du Midi d'Ossau, Überrest einer ehemaligen vulkanischen Caldera aus dem Perm

Ian Grant

Das Tal wird geprägt durch einen der markantesten Pyrenäen-Gipfel, dem Pic de Midi d'Ossau mit einer Höhe von 2.884 m. Seine außergewöhnliche Form und freie Lage machen den Berg besonders sicht- und erkennbar aus den Ebenen von Aquitanien. Der Pic de Midi überblickt das Ossautal im französischen Departement Haut-Béarn in der Nähe des Pourtalet-Passes, mit Blick auf den Anéou-Talkessel und das Pombie-Tal im S, wo sich die Pombie-Zuflucht befindet. Im E liegen die Täler von Magnabaigt und Mondelhs, die durch den Kamm von Mondelhs, der vom Pic du Midi abgeht, voneinander getrennt sind. Im NW befindet sich das Tal von Benious-Dessus und der See von Bisious-Artigues (1422 m).

Der Gipfel des Pic de Midi besteht aus den Überresten einer Caldera eines alten Vulkans aus der herzynischen Zeit, welcher während der Entstehung der Pyrenäen entstand.

Mythologie Nach alten Legenden repräsentiert der Pic d'Ossau in der Mythologie den abgetrennten Kopf des Johannes des Bären. Claude Dendaletche erklärt in seinem Buch Wilde Tiere der Pyrenäen, dass Kamar Al Din im Juli 1344 vom Sultan von Granada an die Pyrenäen geschickt wurde, in das Land Al Berniya (Béarn) eindrang und die Legende von Jean de entdeckte Bär. Diese arabische Erzählung besagt, dass Jean de l'Ours der Kopf abgeschnitten wurde und dass er geworfen wurde, der Mund offen zum Himmel. Der Kopf wurde aus Stein und Berg, von der Straße versperrt. Al Din nannte diesen Gipfel: Al Shaqûqa (Gespaltener Berg).

Eine andere Legende erzählt von zwei Hirtenbrüdern, Jean und Pierre, die von Hexen in Stein gemeißelt wurden und die zwei Punkte des Gipfels wären. Im Mai 1552 organisierte der Bischof von Aire, Bischof von Foix-Candale, eine Expedition, um den Gipfel zu besteigen. Über Einzelheiten dieses Versuchs berichtet Jacques-Auguste de Thou in seiner Histoire Universelle.


Valle de Aspe

Cirque de Lescun im Vallée de Aspe
Cirque de Lescun im Vallée de Aspe

Vallée de Aspe, Lescun circuit

Arroil
Cirque de Lescun mit Ansabère und Pic de Trois Rois
Cirque de Lescun mit Ansabère und Pic de Trois Rois

Cirque de Lescun im Val de Aspe, mit dem Pic de Ansabère, der Kleinen und der Großen Aiguille (Nadel) von Ansabère, rechterhand Table und Pic des Trois Rois; Parc National de Pyrenées, Aquitaine, F...

Sea Empress

Das etwa 40km lange Aspe-Tal ist ein Tal im Kanton Oloron-Sainte-Marie des Departements Pyrénées-Atlantiques (Bis 2015: Kanton Accus). Ungefähr. 40 km südlich von Oloron-Sainte-Marie im Aspe-Tal liegt die Gemeinde Etsaut mit dem Escarpu (2606m). Weitere Tausender-Gipfel im Aspe-Tal sind der Ansabère (2377m) im Cirque Lescun sowie der Petragème (2255m). Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Tals gehören, neben der überwältigenden Natur, der Chemin de la Mature und das Fort du Portalet.


Chemin de la Mature im Aspe-Tal

Chemin de la Matûre
Chemin de la Matûre

Chemin de la Matûre; Blick auf den Berg, in welchen man den Chemin de la Matûre geschlagen hat und welcher zum Wald von Pact führt. Holzschnitt aus dem " Essai sur la minéralogie des Monts-Pyrénées...

Public Domain

Der Wanderweg Chemin de la Mâture ist 1,2 km lang und führt über einen in den nackten Felsen gehauenen und wie eingefräst wirkenden Weg, tw. 200 m hoch über dem Tal des Gebirgsbaches Gave d'Aspe (resp. rivière Sescoué), von dem man u.a. auch einen Blick von oben auf das Fort du Portalet erlangt. Der französische König Ludwig XIV. und sein Marine- und Finanzminister Jean-Baptiste Colbert beschlossen im 17. Jahrhundert, eine Kriegsmarine aufzubauen. Dazu benötigten sie hohe Bäume, wie sie im Aspetal anzutreffen sind (mature ist eine französische Bezeichnung für Schiffsmasten). Um die Bäume abtransportieren zu können, wurde Etsaut im Vallé de Aspe schließlich an das Straßennetz angeschlossen und 1660 ein Transportweg zum Wald von Pacq zwischen den Gemeinden Etsaut und Urdos angelegt. Oberhalb der Schlucht de l’Enfer wurde ein 4 m breiter Weg, die Breite eines Ochsengespanns, in die Felsen gehauen. Ein Jahrhundert später, um 1778, war der Holzbestand erschöpft und es hat weitere hundert Jahre gedauert, bis sich der Wald wieder erholte.


Chemin de la Mature
Chemin de la Mature

Chemin de la Mature ´- in die Steilwand gefräst

William M Connolley
Chemin de la Mature
Chemin de la Mature

Chemin de la Mature

Jon Zabala
Chemin de la Mature
Chemin de la Mature

Chemin de la Mature im morgendlichen Nebel

Lumpus wikiloc

Fort du Portalet

Fort du Portalet
Fort du Portalet

Fort du Portalet, gesehen vom Chemin de la Mature

Jaipasdepseudo

Das Fort du Portalet ist eine Festung im Aspe-Tal und wurde zwischen 1842 bis 1870 gebaut.

Das Fort, das im Auftrag von Louis Philippe I errichtet wurde, sollte die Grenze der Pyrenäen und den Zugang zum Col du Somport gegen eine evtl. Invasion der Spanier schützen. Die Festung liegt auf einer Klippe unter dem Chemin de la Mâture und überblickt den reißenden Fluss Gave d'Aspe. 1842 begonnen und 1870 beendet, ersetzte das Fort eine frühere Struktur weiter nördlich.

Das Fort, das 400 Mann aufnehmen konnte, diente zwischen 1871 und 1925 als Depot und Kaserne für das 18. Infanterieregiment. Es wurde dann nicht mehr als Vollzeitmilitäreinrichtung genutzt.

Während des Zweiten Weltkriegs verhaftete und internierte das Vichy-Regime Léon Blum, Edouard Daladier, Paul Reynaud, Georges Mandel und Maurice Gamelin als politische Gefangene im Fort. Nach dem Krieg wurde Philippe Pétain, der Chef der Vichy-Regierung, vom 15. August bis 16. November 1945 in der Festung gefangen gehalten. Nachdem die Regierung das Fort aufgegeben hatte, wurde es 1999 von den lokalen Behörden gekauft. Sie restaurieren es.


Vallee de Barétous

Das Barétous-Tal (okzitanisch-gascognesisch Vath de Varetons; franz. Vallée de Barétous, baskisch: Baretetze o Baretos)liegt im Kanton Oloron-Sainte-Marie, Département des Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Zwischen der baskischen Provinz Soule und dem Tal von Aspe öffnet sich das Baretous-Tal in den Orten Feas, Ance und Aratmis. Im Gegensatz zu den anderen Béarnaise-Tälern weist das Barétous-Tal ein weicheres Relief und eine grüne Landschaft auf, die denen der benachbarten Haute Soule ähnelt. Neben dem geografischen Aspekt teilen auch das Barétous-Tal und die Soule die Traditionen. Jedes Jahr wird der Col de la Pierre St. Martin gefeiert, das Treffen von Roncal, der älteste Vertrag in Europa, der den Krieg zwischen Barétounais und Roncaleses beendete. Auch die berühmten Musketiere Roy, Aramis und Porthos stammen aus dem Tal von Barétous.


Cirque d'Aneou

Cirque Aneou
Cirque Aneou

Cirque Aneou mit dem Pic d'Aneou, Pyrenées Atlantiques

angelsalom
Pena Mieytadere
Pena Mieytadere

Pea Mieytadere (2107m) mit der Campana d'Aneou (2214m) und den Gralleras (2262m), Laruns, Aquitaine, Pyrénées Atlantiques, Frankreich. Sept. 2017

Peter Seroka

Pic d'Aneou (2364m), Peña Blanca (21365m) und Canal Roya (2345m) sind 3 Gipfel, im Cirque Aneou in der Nähe des Grenzübergangs Portalet zwischen Aragon in Spanien und dem Bearn in Frankreich. Sie sind Teil eines Bergrückens, auf dem sich auch Gipfel wie der Mieytadere, Cuyalaret (mehr im E) oder der Malacara (mehr im W) befinden. Dieser Kamm dient als Grenzübergang, nördlich davon ist der bereits erwähnte Cirque de Aneou auf französischem Territorium und im Süden das Tal von Canal Roya, dessen Eingang kurz vor Rioseta ist.

Portalet d'Aneu (auch El Portalet, in aragonesisch O Portalet dera Nieu) ist ein Gebirgs-Grenzpass zwischen Frankreich und Spanien auf einer Höhe von 1794m, zwischen dem spanischen Tena-Tal in Huesca und dem französischen Ossau-Tal im Bearn.



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